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BETULIANA
Unbekannte Werke aus dem Nachlaß und dem Umfeld
Sigmund von Birkens (1626-1681)
Hrsg. von Hartmut Laufhütte
in Zusammenarbeit mit Ralf Schuster

In der Birken-Ausgabe konnte nur ein Teil des riesigen Nachlaß-Bestandes veröffentlicht werden. Die Buchreihe BETULIANA macht in lockerer Folge besonders interessante, bisher unveröffentlichte literarische Manuskripte Sigmund von Birkens (1626-1681) zugänglich.


Kooperation
Sigmund von Birken:
Selenianum
Panagyrisches für das Wolfenbütteler Welfenhaus

3/2022
60 und 244 Seiten
25 Abbildungen
Hardcover
€ 64,20
ISBN 978-3-940784-54-4

Selenianum ist zunächst der vom Autor vergebene Titel einer in lateinischer Sprache verfaßten, höchst anspruchsvollen Prosa-Ekloge des jungen Sigmund Betulius (1626-1681) zu Ehren Herzog Augusts des Jüngeren (1579-1666) von Braunschweig-Lüneburg. Sie liegt uns als vom Autor selbst angefertigte, sorgfältige handschriftliche Kopie einer 1650 nach Wolfenbüttel versandten Erstfassung und als um einen umfangreichen Schlußteil erweiterter Druck aus dem Jahr 1652 vor. Einen großen Teil des erzählten Geschehens und viele der integrierten Gedichte hat der Autor 1669, nunmehr als Sigmund von Birken, in deutscher Sprache und ohne den Gelehrsamkeitsapparat der lateinischen Fassungen, in eine einem der Söhne Herzog Augusts, Herzog Anton Ulrich (1633-1714), gewidmete Hirtendichtung übernommen.

Als Selenianum läßt sich aber auch Birkens vieljähriges Bemühen um gute Beziehungen zum Wolfenbütteler Herzogshaus, insbesondere zu Herzog August selbst und dem Prinzen Anton Ulrich, bezeichnen. Am Anfang stand ein demütigendes Mißlingen, am Ende aber Birkens Status als Mitgestalter und Redaktor der Dichtungen des jungen Herzogs.

In diesem Band werden die drei verschiedenen Gestalten der Prosa-Ekloge Selenianum mitgeteilt und ausführlich, auch mit Hilfe mehrerer der von Birken geführten Korrespondenzen, kommentiert, mit Übersetzung der lateinischen Texte. Birken selbst hat das Heft mit der Abschrift der Erstfassung durch die Eintragung weiterer früher Dichtungen mit Wolfenbüttel-Bezug lebensgeschichtlich erweitert. Auch diese Dichtungen werden mitgeteilt und kommentiert, so daß dieser Band auch den zweiten Aspekt des Titels Selenianum zur Geltung bringt.


Cover von Amalfis
Sigmund von Birken:
Amalfis
Ein unvollendetes Versepos auf den kaiserlichen General Ottavio Piccolomini (1599-1656)
Herausgegeben und mit Einleitung und Kommentar versehen von Hartmut Laufhütte

2/2022
66 und 158 Seiten
17 Abbildungen
Hardcover
€ 64,20
ISBN 978-3-940784-52-0

Dieser Band stellt eine 1649/50 entstandene Friedensdichtung Birkens vor, das zu Ehren des Leiters der kaiserlichen Verhandlungsdelegation beim Nürnberger Friedenskongreß 1649/50, des Fürsten Ottavio Piccolomini, verfaßte Versepos Amalfis, das unvollendet blieb. Es steht motivisch und in seiner allegorischen Struktur Birkens Friedensdramen (1650, 1651) und seiner erzählerischen Darstellung der Nürnberger Ereignisse (1652) nahe. Der junge Autor wußte sich zu diesem Werk beauftragt; es muß Zusagen für Honorierung und Druckfinanzierung gegeben haben. Einige Jahre lang bemühte Birken sich vergeblich um Einhaltung der alten Versprechungen. Die Ausgabe bietet den Text der Amalfis in seinen drei Entwicklungsstadien: Gesamtplan, Arbeitsexemplar mit dem gesamten, kurz vor der Vollendung abgebrochenen Text, Reinschrift des Anfangs. Eine umfangreiche Einleitung dokumentiert aus allen verfügbaren Quellen Birkens jahrelange Bemühung um Anerkennung seines Anspruchs und seiner Poetenehre. Ein Kommentar liefert reiche Sachinformation. Das Buch präsentiert ein bisher unbekanntes Frühwerk des jungen Sigmund von Birken und dokumentiert das vergebliche Bemühen des noch namenlosen Autors um gebührende Anerkennung seiner Leistung.