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PATAVIENSIA
PASSAUER ARBEITEN ZUR LITERATUR- UND KULTURWISSENSCHAFT

Cover zu Narzisstische Regulationsprozesse
Barbara Osdarty:
Daz ir ze manne wære ein degen lieber dan ein arger zage (Erec, 2847f.)
Narzisstische Regulationsprozesse und kollusive Beziehungsdynamiken
im Erec und im Nibelungenlied

7/2021
956 Seiten
Hardcover
€ 214,00
ISBN 978-3-940784-53-7
ISSN 2190-4898

Narzissmus – ein Thema, das seit einiger Zeit längst nicht mehr nur die Psychoanalytiker beschäftigt, sondern das nicht zuletzt durch das Verhalten selbstherrlicher Spitzenpolitiker und skrupelloser Manager in aller Munde ist. Doch Narzissmus im Mittelalter? Die vorliegende Studie geht der Frage nach, ob sich auch schon im Erec Hartmanns von Aue, dem ersten Artusroman in deutscher Sprache, und im Nibelungenlied, dem vielleicht bekanntesten Heldenepos der Zeit um 1200, narzisstische Regulationsprozesse und Beziehungsdynamiken beobachten lassen. Es wird gezeigt, dass narzisstische Motive das Handeln der Figuren prägen, ja mehr noch, dass deren narzisstische Bedürfnisse oft überhaupt erst Handlung auslösen; dies gilt, und das ist die vielleicht überraschendste Erkenntnis der Arbeit, nicht nur für draufgängerische Helden wie Siegfried und Hagen, sondern ebenso sehr für die höfischen Damen, und zwar auch für die auf den ersten Blick so schüchterne, scheinbar selbstlos in ihrem Ehemann aufgehende Enite. Mit Hilfe zweier moderner Narzissmustheorien (Jürg Willis Kollusionskonzept und Bärbel Wardetzkis Modell des weiblichen Narzissmus) zeigt die Verfasserin dieser Arbeit, wie innerhalb von (Ehe-)Beziehungen ‚männlich‘- und ‚weiblich‘-narzisstische Abwehrmechanismen komplementär ineinandergreifen und dadurch die zentralen Krisen beider Erzählungen mit erzeugen.


Cover von Transatlantic Cinema
Transatlantic Cinema
Production - Genres - Encounters - Negotiations
Edited by Karsten Fitz and Jürgen Kamm

5/2020
282 Seiten
4 Abbildungen
Hardcover
€ 49,22
ISBN 978-3-940784-48-3
ISSN: 2190-4898

Though it is a commonplace to describe Hollywood as a transatlantic (and indeed international) movie 'factory', as the smithy in which images of transatlantic relations were forged, Hollywood from its infancy right up to the present day has simultaneously been inspired and enriched by influences from Europe. Although transatlantic relations and transatlantic cultural exchange have been a fruitful field of academic research, most scholarly work to date has been carried out by historians, sociologists and by political scientists, whereas there are as yet few book-length studies about the representation of European-American relations on the silver screen. Given the enormous influence which cinema has wielded on international audiences since its inception, it is high time that the cinematic aspects of transatlanticism were explored in depth. The present volume, which addresses transatlantic relations and cultural exchange by focusing on European-American cultural encounters and negotiations in the genre of film through the multidisciplinary lens of American Studies, British Studies, Communications and Media Studies, German Studies, History, and Romance Studies, is a first attempt at closing this scholarly gap.
The table of contents can be viewed here.

Obwohl es als Gemeinplatz gilt, Hollywood als eine transatlantische (und sogar internationale) Film-'Fabrik' zu bezeichnen, als die Schmiede, in der Bilder der transatlantischen Beziehungen geformt wurden, ist Hollywood von seinen Anfängen bis heute gleichzeitig von Einflüssen aus Europa inspiriert und bereichert worden. Obwohl die transatlantischen Beziehungen und der transatlantische Kulturaustausch ein fruchtbares Feld der akademischen Forschung sind, wurde die meiste Forschung bisher von Historikern, Soziologen und Politikwissenschaftlern geleistet, während es bis dato nur wenige monographische Studien über die Darstellung der europäisch-amerikanischen Beziehungen auf der Leinwand gibt. Angesichts des enormen Einflusses, den das Kino seit seinen Anfängen auf das internationale Publikum ausgeübt hat, ist es höchste Zeit, die filmischen Aspekte der transatlantischen Beziehungen eingehend zu untersuchen. Der vorliegende Band, der sich mit den transatlantischen Beziehungen und dem Kulturaustausch befasst, indem er europäisch-amerikanische Kulturbegegnungen und -verhandlungen im Filmgenre durch die multidisziplinäre Linse der Amerikanistik, der British Studies, der Germanistik, der Geschichtswissenschaft, der Kommunikations- und Medienwissenschaft, und der Romanistik beleuchtet, ist ein erster Versuch diese wissenschaftliche Lücke zu schließen.
Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.


Cover von Zugänge zu seinem Werk
Martin Buchner (1869-1959)
Zugänge zu seinem Werk

Hrsg. von Hans Krah und Ralf Schuster

10/2019
256 Seiten
29 Abbildungen
Hardcover
€ 49,22 Euro
ISBN 978-3-940784-46-9
ISSN: 2190-4898

Im Jahr 2019 jähren sich der Geburtstag und der Todestag des Passauer Dichters und Schulrats Martin Buchner (1869-1959) zum 150. bzw. zum 60. Mal. Anlaß genug, sich dem zwar nicht allzu umfangreichen, aber recht vielfältigen Oeuvre dieses von der Literaturwissenschaft bisher fast nicht beachteten Autors zu widmen und seine schriftstellerischen Leistungen, aber auch die pädagogischen Schriften Buchners und seiner Ehefrau in Erinnerung zu bringen. Der Band ist in drei Abteilungen untergliedert. Die erste Abteilung bietet Beiträge zu Werken, die zu Buchners Lebzeiten veröffentlicht wurden. Der zweite Teil gilt unveröffentlichten Manuskripten Buchners und liefert - erstmals überhaupt - einen Einblick in diesen Teil des Oeuvres. Die beiden Beiträge des letzten Teils beziehen Texte des Werks auf medienkulturelle Aspekte allgemeiner Art und erweitern damit die Werkinterpretationen im engeren Sinne. In einem Anhang werden verschiedene biographische Bild- und Text-Dokumente mitgeteilt. Neben zahlreichen Fotographien Buchners und seiner Familie in verschiedenen Phasen seines Lebens aus dem privaten Familienarchiv wird hier auch ein vom Autor selbst gegen Ende seines Lebens niedergeschriebener Lebenslauf präsentiert, der als Typoskript erhalten ist.

Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.


Cover von Helden auf Bildungswegen
Marie Batzel:
Helden auf Bildungswegen?
Die Exemplarik erstrebende Biographie-Erzählung. Ein Gegenentwurf zum Gattungskonzept des Entwicklungs- und Bildungsromans


8/2010
556 Seiten
Hardcover
€ 74,90
ISBN 978-3-940784-10-0
ISSN 2190-4898

Eigentlich muss man sich wundern, dass eine Studie wie die von Marie Batzel nicht schon längst geschrieben worden ist: Zu offenkundig sind die Phänomene und auch die – partiell seit je bekannten – Probleme, die nach Lösung drängen: Für eine große, früh von der Literaturwissenschaft wahrgenommene Gruppe von Erzählungen sind infolge der im 19. Jahrhundert entstandenen Abhängigkeit der literaturwissenschaftlichen Konzepte und der entsprechenden Terminologie von Goethezeitlicher Anthropologie und Ästhetik die Bezeichnungen 'Entwicklungsroman' und 'Bildungsroman' gebräuchlich geworden. Schon der Parzival von Wolfram von Eschenbach und auch noch Die Blechtrommel von Günter Grass wurden als 'Entwicklungs-' oder 'Bildungsromane' bezeichnet.
Das von Marie Batzel entwickelte Gattungskonzept beruht auf der Einsicht, dass Gattungen als rhetorische Figurationen mit unterschiedlichen historischen Erscheinungsformen zu beschreiben sind. Gattungen werden als 'suprahistorische Leseschlüssel' definiert.
Die Gattungsbezeichnung 'Exemplarik erstrebende Biographie-Erzählung' veranschaulicht die vorherrschenden Struktur der regelmäßig als verwandt betrachteten Erzählungen: Der Lebenslauf einer Person wird ausführlich dargestellt, und die Auseinandersetzungen des Protagonisten mit allen Sinn oder Orientierung versprechenden Instanzen werden als exemplarisch für den 'status hominis' in der jeweiligen Erzählgegenwart vorgeführt. Der Erkenntnisgewinn bei den Analysen der acht Erzählungen (Parzival, Simplicissimus, Agathon, Anton Reiser, Wilhelm Meisters Lehrjahre, Franz Sternbalds Wanderungen, Der grüne Heinrich und Die Blechtrommel) zeigt, dass es an der Zeit war, einen epochentranszendenten Gegenentwurf zum Gattungskonzept des 'Entwicklungs-' und 'Bildungsromans' in die literaturwissenschaftliche Diskussion einzuführen.

Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.