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ERSCHIENEN IM OKTOBER 2019:

Cover von Zugänge zu seinem Werk
Martin Buchner (1869-1959)
Zugänge zu seinem Werk

Hrsg. von Hans Krah und Ralf Schuster

10/2019
256 Seiten
29 Abbildungen
Hardcover
€ 49,22 Euro
ISBN 978-3-940784-46-9
ISSN: 2190-4898

Im Jahr 2019 jähren sich der Geburtstag und der Todestag des Passauer Dichters und Schulrats Martin Buchner (1869-1959) zum 150. bzw. zum 60. Mal. Anlaß genug, sich dem zwar nicht allzu umfangreichen, aber recht vielfältigen Oeuvre dieses von der Literaturwissenschaft bisher fast nicht beachteten Autors zu widmen und seine schriftstellerischen Leistungen, aber auch die pädagogischen Schriften Buchners und seiner Ehefrau in Erinnerung zu bringen. Der Band ist in drei Abteilungen untergliedert. Die erste Abteilung bietet Beiträge zu Werken, die zu Buchners Lebzeiten veröffentlicht wurden. Der zweite Teil gilt unveröffentlichten Manuskripten Buchners und liefert - erstmals überhaupt - einen Einblick in diesen Teil des Oeuvres. Die beiden Beiträge des letzten Teils beziehen Texte des Werks auf medienkulturelle Aspekte allgemeiner Art und erweitern damit die Werkinterpretationen im engeren Sinne. In einem Anhang werden verschiedene biographische Bild- und Text-Dokumente mitgeteilt. Neben zahlreichen Fotographien Buchners und seiner Familie in verschiedenen Phasen seines Lebens aus dem privaten Familienarchiv wird hier auch ein vom Autor selbst gegen Ende seines Lebens niedergeschriebener Lebenslauf präsentiert, der als Typoskript erhalten ist.

Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.

ERSCHIENEN IM JUNI 2019:

Cover von Alexander Bitzels Buch
Alexander Bitzel:
Von Jesus, von Schiffen, vom Winter und vom Gesang
Studien zur geistlichen Lyrik Sigmund von Birkens am Beispiel seiner Handschrift
Psalterium Betulianum

6/2019
442 Seiten
1 Abbildung
Hardcover
107 Euro
ISBN 978-3-940784-44-5

Die geistliche Lyrik des Nürnberger Dichters Sigmund von Birken (1626-1681) gehört zu denjenigen literarischen Überlieferungen des frühneuzeitlichen Luthertums, die zu einem sehr kleinen Teil heute noch lebendig sind (im aktuellen Gesangbuch der Evangelischen Landeskirchen in Deutschland finden sich nach wie vor zwei Lieder von Birken), die in ihrer Breite aber weder von der literaturaffinen, noch von der akademischen Öffentlichkeit in nennenswertem Maß zur Kenntnis genommen werden. In Birkens erhaltenem Nachlass findet sich eine voluminöse Sammelhandschrift mit dem Titel "Psalterium Betulianum", die 151 geistliche Texte aus seiner Feder beinhaltet. Diese Handschrift ist von einiger Zeit historisch-kritisch ediert und kommentiert worden. Das vorliegende Buch enthält Studien zu den Texten des "Psalterium Betulianum". Die Studien eruieren Prozesse der Textentstehung und der Textveränderung, die typisch sind für Birkens Arbeitsweise. Beleuchtet werden außerdem seine Verarbeitung von literarischen Vorlagen, seine Aufnahme des antiken "Amor und Psyche"-Stoffes sowie seine geistliche Umformung der Tradition des Petrarkismus. Überaus vielfältig sind die theologischen Themen und Motive, die Birken in seiner geistlichen Lyrik verarbeitet. Auf folgende fokussieren die Studien insbesondere: Auf die Rede vom Leben des Christenmenschen als einer Schifffahrt zum Hafen der Seligkeit, auf die lutherische Naturhermeneutik der frühen Neuzeit, auf Birkens Poetotheologie, auf seine Realisierung der lutherischen rhetorica-sacra-Tradition sowie auf seine Bild- und Musiktheologie.

ERSCHIENEN IM MAI 2019:

Cover von Reinhold Schneider und Hanns Hörbigers Glazial-Kosmogonie
Ekkehard Blattmann:
Reinhold Schneider und Hanns Hörbigers Glazial-Kosmogonie
Zweite, mit einem Nachwort versehene Auflage

5/2019
252 Seiten
40 schwarz-weiße Abbildungen
Softcover
36,38 Euro
ISBN 978-3-940784-45-2

Im Jahre 1913 publizierte der österreichische Maschinenbau-Ingenieur und Unternehmer Hanns Hörbiger in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrer und Astronomen Philipp Fauth sein umfangreiches Werk “Glacial-Kosmogonie”. Hörbiger-Fauth wollten den Nachweis führen, daß unser Kosmos aus dem dramatischen Zusammenstoß von Feuer und Eis entstanden ist und daß sich alle großen Katastrophen der Erd- und Mond- und Menschheitsgeschichte aus diesem Antagonismus herleiten lassen.
In den unruhigen zwanziger Jahren mit ihrer Suche nach weltanschaulicher Sinngebung gewann die pseudo-wissenschaftliche Glacial-Kosmogonie in Deutschland und in Europa Millionen von Anhängern. Zugleich führte man Hörbiger-Fauths Theorien gegen Einsteins Relativitätstheorie ins Feld. Und im Dritten Reich wurde die Glacial-Kosmo­gonie zur Unterfütterung des nordischen Mythos herangezogen.
Zu den hingerissenen Lesern und Rezipienten der “Glacial-Kosmogonie” zählte auch der junge Reinhold Schneider. Aus Hörbiger-Fauths Evokationen kosmischen Werdens und Vergehens gewann er bildmächtiges poetisches Material für seine frühen Sonette. Später nutzte er die wuchtigen Katastrophenbilder für seine Opposition gegen das Dritte Reich. In den fünfziger Jahren verwandelte er das poetische Material in prophetische Warnungen gegen das rasende Wettrüsten der Atommächte. Schließlich lassen sich Hörbiger-Fauths Katastrophenbilder in Reinhold Schneiders späten Gesichten vom Kosmischen Christus und von den kommenden Letzten Dingen nachweisen.
Die vorliegende Arbeit breitet vor historischem Hintergrund zunächst Hörbiger-Fauths glacial-kosmogonische Theorien aus. Sodann zeichnet der Autor sorgsam Reinhold Schneiders vielfältige Verarbeitung des poetischen Materials bis in das Spätwerk nach. Zahlreiche Abbildungen vervollständigen die innovativen Ausführungen.

ERSCHIENEN IM MÄRZ 2019:

Cover Zwischentoren
Andreas König:
Zwischentoren
Gedichte
Zweite, mit einem Nachwort versehene Auflage

160 Seiten
Hardcover
19,26 Euro
ISBN 978-3-940784-43-8

Inzwischen ist die erste (Softcover-)Auflage von Andreas Königs Lyrikband "Zwischentoren" vergriffen. Der Verlag hat deshalb eine zweite Auflage in hochwertigerer Ausstattung (Hardcover mit Fadenheftung) herausgebracht. Sie enthält zusätzlich ein kurzes Nachwort des Dichters sowie ein neues Gedicht.
Der dritte Gedichteband von Andreas König ist eine kleine lyrische Reise, auf der hauptsächlich Orte in Süddeutschland und Österreich besucht werden: Kleine Dörfer, Kirchen, Klöster, Friedhöfe und vor allem verschiedene Plätze in der Natur sind der Ausgangspunkt für vielfältige Reflexionen - nicht zuletzt auch über Fragen einer christlichen Existenz in einer zunehmend säkularen Welt. Oft wird aus der geographischen Reise eine Fahrt in die Vergangenheit; Bau- und Kunstwerke werden zu Mittlern zwischen den Zeiten. In den zumeist kurzen Gedichten kann König in der für ihn charakteristischen klaren und prägnanten Sprache ganze Lebenswirklichkeiten lebendig werden lassen.
Zur Homepage von Andreas König geht es hier.

ERSCHIENEN IM NOVEMBER 2018:

Maria Halbritter:
Politische Konflikte eines Unpolitischen
Anton Halbritter 1896-1957
Vom Sanitäter zum Seelsorger in Kriegs- und Krisenzeiten

11/2018
380 Seiten
Hardcover
24,00 Euro
ISBN: 978-3-940784-42-1

Die biographische Studie zu Anton Halbritter liefert Einblicke in die praktische Arbeit eines katholischen Seelsorgers in den Kriegs- und Krisenzeiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anton Halbritter meldet sich im 1. Weltkrieg mit 18 Jahren freiwillig zum Sanitätsdienst. Er will keine Waffen bedienen, aber auch kein Drückeberger sein. Vier Jahre als Krankenträger werden zur Schlüsselerfahrung seines Lebens. Er studiert Theologie, entschlossen, sein Leben der Seelsorge als Dienst an den Menschen zu widmen. Die Nähe zum Alltag der Menschen ist ihm wichtiger als Vorgaben von Institutionen. Als Chorregent in Kiedrich im Rheingau initiiert er die Wiederaufnahme des gotisch-germanischen Mainzer Choraldialekts und belebt so das erstarrte kirchliche Gemeindeleben neu. Was bei der Jugend auf Zustimmung stößt, löst bei einem Teil der Gemeinde Widerstand aus. Als Seelsorger in der staatlichen Heilanstalt Eichberg gerät er in der Zeit des Nationalsozialismus durch die Maßnahmen zur Vernichtung unwerten Lebens in Konflikte mit der Anstaltsleitung. Dabei erlebt er die zögerliche Hilfe und zaudernde Haltung seiner Kirche. So kommt es zu Auseinandersetzungen, denen er nicht ausweicht. Sie lassen den vermeintlich Unpolitischen nun politisch handeln. Auch nach seiner Zwangsversetzung nach Neuhäusel/Westerwald übt er sein Amt als Seelsorger wie bisher pragmatisch, zupackend und selbstlos aus. Eigenschaften, die gerade in Kriegs- und Notzeiten den Dorffrieden bewahren helfen. Nach 1945 ist er mit den Folgen einer zunehmend sich säkularisierenden Gesellschaft und dem Einflussverlust der katholischen Kirche konfrontiert. Wieder sieht er sich herausgefordert, entgegen dem Zeitgeist im Sinne seines Selbstverständnisses als Seelsorger zu handeln.


ERSCHIENEN IM MÄRZ 2018:

Cover von Weckherlin
Privatmann – Protestant – Patriot – Panegyriker – Petrarkist – Poet
Neue Studien zu Leben und Werk Georg Rudolf Weckherlins (1584-1653)

Hrsg. von Heiko Ullrich

3/2018
XVIII und 442 Seiten
Softcover
85,60 Euro
ISBN: 978-3-940784-39-1

Der vorliegende Band, der an die beiden thematisch ausgerichteten Aufsatzsammlungen zur Barockliteratur anschließen will, die 2013 (Das Motiv der Weihnacht, hg. von Matthias Clemens Hänselmann und Ralf Schuster) und 2016 („so wollen wir singen und loben deine Macht“, hg. von Matthias Attig und Ralf Schuster) im Ralf-Schuster-Verlag erschienen sind, stellt insofern einen Neuansatz der wissenschaftlichen Erschließung von Leben und Werk Weckherlins dar, als bislang noch nie der Versuch unternommen wurde, verschiedene Forschungsmeinungen in einer Publikation zu versammeln und dadurch fruchtbar aufeinander zu beziehen; die klassischen Formen von Untersuchungen zu Weckherlin sind bisher die Edition, die Monographie und der (einzelne) Aufsatz. Vor diesem Hintergrund wurde für die Studien zu Leben und Werk Georg Rudolf Weckherlins thematische Vielfalt ebenso angestrebt wie die Pluralität der interpretatorischen Ansätze, das Ziel ist weniger eine summarische Konstatierung des gegenwärtigen Forschungsstandes als vielmehr das Aufzeigen von Anknüpfungspunkten für weitere Untersuchungen und Studien. Denn das dringendste Desiderat der Weckherlin-Forschung besteht derzeit nicht in einer neuen kommentierten Edition, einer Gesamtbiographie, einem Lexikon oder einem Handbuch – so wünschenswert und förderlich diese wissenschaftlichen Instrumente sicherlich wären – sondern in der Etablierung eines akademischen Diskurses zum Werk dieses wichtigen Pioniers deutschsprachiger Barockdichtung. Diesem Ansatz sind die Beiträge von Viktoria Adam, Antonius Baehr, Christoph Deupmann, Klaus Haberkamm, Michael Hanstein, Wilhelm Kühlmann, Ingrid Laurien, Anna Linton, Dieter Martin, Sebastian Rosenberger, Heiko Ullrich und Dirk Werle verpflichtet.

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis.


ERSCHIENEN IM FEBRUAR 2018:

Cover von Fernsicht
Matthias Attig

Fernsicht
Variationen über Traum und Erwachen

2/2018
118 Seiten
Softcover
14,98 Euro
ISBN: 978-3-940784-41-4

Bei diesem Band handelt es sich um die erste literarische Veröffentlichung von Matthias Attig. Er ist in neun Gruppen unterteilt, die entweder Prosaminiaturen oder Gedichte enthalten. Er bedient sich also zweier Formen, von denen man vielleicht nicht auf den ersten Blick meinen wird, dass sie miteinander vereinbar seien. Der Autor versucht sie jedoch so zu handhaben, dass sie einander durchdringen und sich in ihren Ausdrucksmöglichkeiten wechselseitig ergänzen. Zum einen werden Eindrücke, Stimmungen und Gefühle verdichtet und auf eine gedankliche Grundformel gebracht. Zum anderen werden sie umschrieben, aufgefächert, fortgesponnen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Es gibt Prosatexte von dichterischem Gepräge, die ein Thema lyrisch entfalten, und es gibt Gedichte, die zunächst schwer greifbare Erfahrungsgehalte auf ein Thema zurückführen. Empfindung und Gedanke erhalten sprachliche Schattierungen, die den Unterschied zwischen ihnen verwischen. In inhaltlicher Hinsicht bilden Literatur und Musik sowie Denken, Lesen und Schreiben Schwerpunkte des Bandes. In der Annäherung an diese Gegenstände prägen sich Formen der sprachlichen Erfahrung aus, die auch für die Darstellung von Wahrnehmungen und Erlebnissen im Alltag leitend sind.

Hier finden Sie eine Leseprobe.


ERSCHIENEN IM JANUAR 2018:

Cover von Im Kreuzgang
Andreas König

Im Kreuzgang
Gedichte

1/2018
104 Seiten
Softcover
13,91 Euro
ISBN: 978-3-940784-40-7

Der neueste Lyrikband Andreas Königs ist wieder eine Reise durch süddeutsche Regionen. Ausgehend von der lyrischen Skizzierung von Landschaften wie dem Bayerischen Wald oder der süddeutschen Alpenregion sowie von Orten wie dem Kloster Steingaden oder der Kirche St. Severin in Passau reflektiert der Autor Erfahrungen und Fragen einer christlichen Existenz in modernen Zeiten. Die Gedichte sind vielleicht noch eine Nuance knapper und prägnanter als in den vorangehenden Bänden, fast möchte man sagen 'kantiger'. Erstmals werden einige der lyrischen Texte in Interaktion mit Schwarz-Weiß-Fotografien der behandelten Orte gesetzt. Diese Text-Bild-Korrelationen erweitern und verengen den Auslegungsraum der Gedichte zugleich, was den ausgewählten Texten eine neue Bedeutungsdimension verleiht.

Hier finden Sie eine Leseprobe.

Zur Homepage von Andreas König geht es hier.


ERSCHIENEN IM DEZEMBER 2017:

Cover von Medien und Kommunikation. Eine Einführung aus semiotischer Perspektive
Medien und Kommunikation.
Eine Einführung aus semiotischer Perspektive


Herausgeber: Hans Krah / Michael Titzmann
12/2017
470 Seiten
Hardcover
29,96 Euro
ISBN: 978-3-940784-38-4

Soziokulturelle Systeme basieren generell auf Kommunikation. Kommunikation vollzieht sich in realen sozialen und historischen Kontexten als Austausch von Äußerungen mittels Zeichen. Äußerungen sind als Produkte einer Kommunikationssituation an ein konkretes Medium und die in ihm vereinten Informationskanäle gebunden. Medien regeln, organisieren und filtern, was und wie kommuniziert werden kann, und steuern damit, wie die Struktur einer konkreten Äußerungen beschaffen sein kann. Äußerungen werden durch die Auswahl und Verknüpfung von Zeichen eines oder mehrerer Zeichensysteme hervorgebracht. Die Semiotik als inter- und transdisziplinäres Fach, das sich mit den Strukturen und Regularitäten von Zeichen und ihrer Bedeutung (Semantik), den Möglichkeiten der Zeichenverknüpfung in Zeichensystemen (Syntaktik) und dem kommunikativen Gebrauch zeichenhafter Äußerungen befasst (Pragmatik), vermag damit auch das methodische Verständnis und die Grundlagen einer speziell den Aspekt des Mediums fokussierenden Mediensemiotik zu liefern.
Der vorliegende Band möchte eine reflektierte Medienkompetenz vermitteln, die in die Lage versetzt, Bedingungen und Strukturen von Kommunikation zu verstehen und die Bedeutungen kommunikativer Akte interpretatorisch zu rekonstruieren und auf ihre (ideologischen) Implikationen zu hinterfragen.
Die Beiträge sind in Gruppen gegliedert, die thematische Blöcke darstellen. In der ersten Gruppe, Grundlagen von Kommunikation, werden zentrale Analysekategorien zu Verständnis und Interpretation beliebiger zeichenhafter Äußerungen, gleich welcher Zeichensysteme oder Medien sie sich bedienen mögen, vorgestellt; skizziert werden semiotische Grundbegriffe und Grundlagen des Funktionierens von Kom­munikation. Die zweite, Linguistische Aspekte, beschäftigt sich mit linguistischen Grundlagen und linguistischen Zugängen, die im besonderen Maße mit medialen und kommunikativen Fragestellungen verbunden sind. Die dritte, Text-Text-Beziehungen, bietet einen Einblick in zentrale Aspekte und Formen der Interaktion und Kooperation von Zeichensystemen und Texten gleicher oder unterschiedlicher medialer Provenienz. Die vierte, Zeichensysteme und Medien, ist den Funktionsweisen verschiedener Mediengruppen gewidmet und behandelt medienspezifische Ausprägungen semiotischer Äußerungen. Die fünfte, Kulturwissenschaftliche Medialitätsforschung, integriert Medien und Kommunikation in das kulturelle Umfeld und behandelt deren Leistungen aus kulturellen Perspektiven. Die sechste schließlich, Medientheorie, schließt mit einem Überblick über gegebene theoretische Reflexionen und Diskussionen zum Gegenstand den Band ab.
Aus dem Inhalt:
«Semiotische Grundlagen von Kommunikation» (Hans Krah); «Textuelle Grundlagen/Semantische Ver­fahren» (Hans Krah); «Mediale Grundlagen» (Hans Krah); «Propositionale Analyse und kulturelles Wissen» (Michael Titzmann); «Grundlagen narrativer Strukturen» (Michael Titzmann); «Pragmatik, Sprechakttheorie, Konversationsmaximen» (Lars Bülow); «Medienlinguistik» (Günter Koch); «Text-Bild-Beziehungen» (Michael Titzmann); «Textgrenzen/Transtextuelle Konzepte/Serielles Erzählen» (Hans Krah); «Intermedialität» (Martin Nies); «Präsenzmedien» (Stephy Großmann); «Fotografie» (Martin Nies); «Hörmedien» (Karla Müller); «Leitmedium Film – av-Medien» (Hans Krah); «Interaktive Medien» (Martin Hennig); «Das Internet» (Jan-Oliver Decker); «Kultursemiotik» (Martin Nies); «Medienwirklichkeiten» (Hans Krah); «Medienwandel» (Jan-Oliver Decker); «Medientheorien» (Martin Hennig/Hans Krah).


ERSCHIENEN IM JUNI 2017:

Cover von Reinhold Schneider Blätter Neue Folge
Reinhold Schneider Blätter Neue Folge.
Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
Hrsg. vom Stephan Lüttich.
Bd. 3

6/2017
118 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Softcover
24,61 Euro
ISBN: 978-3-940784-37-7

Die dritte Ausgabe der Reinhold Schneider Blätter Neue Folge erfüllt in besonderer Weise den Anspruch, ein Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts zu sein. Neben einem sehr grundsätzlichen Aufsatz Ludger Lütkehaus’ zum Spätwerk Reinhold Schneiders gewährt Annika Stello aufschlussreiche Einblicke in den Nachlass des Dichters in der Badischen Landesbibliothek. Zwei weitere Beiträge beleuchten den zeitgeschichtlichen Kontext, in dem sich Reinhold Schneider und andere Dichter bewegten: Reiner Haehling von Lanzenauer beleuchtet die Entwicklung der Zeitschrift „Weiße Blätter“ und Klaus Goebel zeichnet Leben und Schaffen des Graphikers Kurt Wolff nach, der Werken Reinhold Schneiders und anderer Zeitgenossen ihre angemessene Gestaltung gegeben hat.
Der Berichte-und-Rezensionen-Teil widmet sich diesmal ganz der modernen christlichen Lyrik: Er bietet je ein Interview mit den zeitgenössischen Dichtern Lothar Steiger und Andreas König sowie eine Rezension zu Marion Heide-Münnichs Monographie über Siegbert Stehmann. Alle drei Lyriker werden auch mit zum Teil bisher unveröffentlichten Gedichten vorgestellt.


ERSCHIENEN IM APRIL 2017:

Umschlag Wort, Zeichen, Bild und die Kultur des reformatorischen Wissens. Zu Fragen der Emblematik und Metaphorik im 17. Jahrhundert
Ferdinand van Ingen
Wort, Zeichen, Bild und die Kultur des reformatorischen Wissens. Zu Fragen der Emblematik und Metaphorik im 17. Jahrhundert.

4/2017
144 Seiten mit 12 Abbildungen
Hardcover
34,24 Euro
ISBN 978-3-940784-32-2

Ferdinand van Ingen legt in diesem Band zwei umfangreiche Aufsätze vor, die sich mit Fragestellungen der Emblematik und Sinnbildkunst des literarischen Barocks beschäftigen: "UT PICTURA POESIS. Bildlichkeit und das Problem der hermeneutischen Dubiositas. Zur Literatur des 17. Jahrhunderts" sowie "Wortkunst und 'Deoglori' bei Catharina Regina von Greiffenberg". Der Band enthält zwölf Abbildungen und als Textanhang einen Auszug aus Johann Wilhelm von Stubenbergs Bacon-Übersetzung "Getreue Reden/ die Sitten/ Regiments- und Hauslehre betreffend" (Nürnberg 1654).


ERSCHIENEN IM OKTOBER 2016:

Cover Der Dunkle Glockenton
Der dunkle Glockenton.
Briefwechsel zwischen Reinhold Schneider und Rudolf Alexander Schröder.

Herausgegeben von Klaus Goebel
10/2016
Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage
Hardcover
148 Seiten mit 14 Abbildungen
19,26 Euro
ISBN: 978-3-940784-35-3

Ohne den Hintergrund von NS-Diktatur, Krieg und früher Nachkriegszeit ist dieses briefliche Zwiegespräch 1935 bis 1957 nicht zu denken. Was haben sich Männer der Inneren Emigration zu sagen, von denen der eine prononciert katholisch ist, der andere als evangelischer Kirchenliedautor wachsenden Bekanntheitsgrad genießt? Den Kontakt eröffnet Schneider mit einem Privatdruck seiner Sonette, zu denen das bekannte Allein den Betern wird es noch gelingen gehört. Bei Kurt Ihlenfeld in Berlin lernen sich die Dichter persönlich kennen. Der Herausgeber des Eckart gewinnt sie als Mitarbeiter. Zum engsten Freundeskreis zählt auch der Schriftsteller Jochen Klepper.
Aufsätze und Rezensionen erweitern die von Klaus Goebel aufgefundene und kommentierte Korrespondenz. Schneider stellt den ersten Beitrag über Schröder für die Festschrift zum 60. Geburtstag 1938 unter das Thema Der Dichter in der Geschichte. Zu den letzten Äußerungen vor dem plötzlichen Tod zwanzig Jahre später gehört eine in vielen Zeitungen publizierte Würdigung des 80 Jahre alt gewordenen Schröder. Dieser wiederum charakterisiert Schneider in dem Autorenporträt Amt und Gabe des Wortes. Als Gegner der Wiederbewaffnung und Anhänger der Anti-Atomtod-Be­wegung ist Schneider damals äußerst umstritten, wird andererseits jedoch demonstrativ mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Überraschen dürfte den Leser eine kaum bekannte Episode der Biographie Thomas Manns. Die Korrespondenz thematisiert seine Aufnahme in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Diese Friedensklasse des Ordens ist 1952 durch Theodor Heuss wiederbelebt worden. Im neuen Ordenskapitel vertreten Schröder und Schneider die Literatur, bevor Hermann Hesse als ausländisches Mitglied hinzu gewählt wird. Der erste Bundespräsident setzt sich auch für Manns Berufung ein. Der Nobelpreisträger hatte durch seine Schelte der während der NS-Diktatur in Deutschland gebliebenen Schriftsteller eine anhaltende öffentliche Auseinandersetzung hervorgerufen. Doch wird er kurz vor seinem Tod noch in den Orden gewählt. Von Schneider unterstützt, hatte ihn Schröder vorgeschlagen.
Die zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage ersetzt die vergriffene Ausgabe aus dem Jahr 2014.


ERSCHIENEN IM AUGUST 2016:

Cover Johann Ludwig Betulius
Johann Ludwig Betulius
Bußpredigt nach einer Hungersnot in Böhmen 1617.
Kommentierte Edition.
Hrsg. von Klaus Knothe

8/2016
91 Seiten
Softcover
€ 24,61
ISBN 978-3-940784-33-9

In der vorliegenden Broschüre wird der Text einer Bußpredigt von Johann Ludwig Betulius, die dieser im Jahr 1617 in Neuen­kirchenberg (tschechisch: Nový Kostel) bei Eger gehalten hat, wiedergegeben und kommentiert. Von der im Jahr 1618 bei Pfeilschmidt in Hof publizierten Bußpredigt existiert in Deutschland nur noch ein Exemplar, das sich heute in der Provinzial­bibli­othek in Amberg in der Oberpfalz befindet. Der Predigttext ist bisher in der Zusammenstellung von Schriften aus dem 17. Jahrhundert (VD17) nicht enthalten. Es handelt sich um eine der wenigen lutherischen Schriften aus dem Egerland aus der Zeit vor der Gegenreformation, die den Bücherverbrennungen der Jesuiten entging.
Hintergrund der Predigt ist eine Hungersnot im Jahr 1617 in Böhmen und eine damit im Zusammenhang stehende starke Teuerung von Getreide, dem Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung. In seiner Bußpredigt geht Johann Ludwig Betulius vom Buch des biblischen Propheten Joel aus, der sich mit einer ähnliche Situation befasst. Johann Ludwig Betulius arbeitet in seiner Predigt mit einer Vielzahl von Verweisen auf andere Bibelstellen, aber auch auf Texte von Kirchenvätern sowie von antiken und frühneuzeitlichen Autoren.
Johann Ludwig Betulius (~1587–1647), der Onkel der bekannten Barockdichters Sigmund von Birken, wurde als lutherischer Pfarrer 1626/27 im Zuge der Gegenreformation aus Böhmen vertrieben und war anschließend in Württemberg als Pfarrer tätig. Der ebenfalls edierte Lebenslauf seiner zweiten Frau, Anna Betulius, geb. Abel, gewährt einen Einblick in die Situation des württembergischen Pfarrers.


Maria Halbritter: Die Buchhandlung Neuefeind. Gleiwitz 1941 - Passau 1980
Maria Halbritter:
Die Buchhandlung Neuefeind.
Gleiwitz 1941 - Passau 1980

8/2016
254 Seiten
Hardcover
50 Abbildungen
€ 24,80
ISBN: 978-3-940784-36-0

Wir haben dieses Buch aus dem Karl Stutz Verlag unverändert übernommen.
Vor dem Hintergrund von vier Jahrzehnten Zeitgeschichte beschreibt die Autorin die Geschichte einer mittelständischen Buchhandlung. Sie verknüpft dabei die Lebensgeschichte des Unternehmers und die Veränderungsprozesse im Buchhandel mit den allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Geprägt vom rheinischen Katholizismus sucht der Buchhändler Josef Neuefeind in der Zeit des Nationalsozialismus nach Möglichkeiten der Selbständigkeit. Für wenige Jahre gelingt dies in der oberschlesischen Stadt Gleiwitz, bis offen geäußerte Kritik am nationalsozialistischen Staat zu seiner Verhaftung und Verurteilung führt.
Nach der Befreiung durch die Alliierten und der Flucht der Familie aus Oberschlesien beginnt 1946 der zweite Versuch einer Existenzgründung als Buchhändler zuerst in Bad Höhenstadt und dann in der Grenzstadt Passau und damit in einer lange Zeit wirtschaftlich schwierigen Region der Nachkriegszeit. Die Erfahrungen der 30er und 40er Jahre begleiten im langwierigen Wiedergutmachungsverfahren die 50er und 60er Jahre. Die Jahre des sog. „Wirtschaftswunders“ unter den spezifischen wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen der Grenzregion sind arbeitsreiche Aufbaujahre, in denen die Etablierung einer anerkannten Fachbuchhandlung gelingt, an deren Ende aber sich strukturelle Veränderungsprozesse in allen Branchen der Wirtschaft und in der Gesellschaft ankündigen.
Mit Professionalität und einem für den mittelständischen Einzelhändler in der Buchbranche typischen Idealismus baut Neuefeind seine Buchhandlung auf und führt sie 30 Jahre lang durch die verschiedenen Wandlungsstufen des Buchhandels zwischen 1948 und 1980. So entsteht das Lebensbild eines Buchhändlers, der seinem Beruf mit Leib und Seele verbunden war und dessen Berufsverständnis ein Beispiel für einen inzwischen selten gewordenen Unternehmertypus ist.

ERSCHIENEN IM JUNI 2016:

Cover Attig, Schuster
„so wollen wir singen und loben deine Macht“
Literatur- und sprachwissenschaftliche Untersuchungen zur religiösen Lyrik in der Frühen Neuzeit.
Herausgeber: Matthias Attig und Ralf Schuster

6/2016
XII + 212 Seiten
Softcover
64,20 Euro
ISBN 978-3-940784-34-6

Der vorliegende Sammelband legt einen Längsschnitt durch die geistliche Dichtung des 17. und 18. Jahrhunderts und richtet das Augenmerk dabei zum einen auf typische Merkmale, zum anderen auf deren Konfigurierung in einzelnen Werken, die eingehenden Analysen unterzogen werden. In diesem Zusammenhang finden je nach Schwerpunktsetzung und disziplinärer Verortung der Beitragenden inhaltliche, motiv- und literaturgeschichtliche oder formale Aspekte der dichterischen Rede über Gott und den Glauben verstärkt Beachtung. Die Texte folgen somit der Bahn, die ein 2013 ebenfalls im Ralf Schuster Verlag erschienener Band beschritt, der den zu verhandelnden Problemkreis auf das „Motiv der Weihnacht“ zentrierte. Diesem Band gegenüber erfährt das thematische Feld hier jedoch eine Erweiterung, so dass es möglich wird, das Religiöse nicht im Rekurs auf eine beispielhafte inhaltliche Konkretisierung, die vorwiegend affirmativen Charakters ist, sondern als allgemeinen Gehalt, als poetisches Sujet zu exponieren, das bisweilen durchaus opak anmutet und mit analytischen Mitteln kaum mehr greifbar ist. Die Beiträge stammen von Matthi­as Attig, Albrecht Greule, Matthias Clemens Hänselmann, Michael Ludscheidt, Ralf Schuster und Heiko Ullrich.

ERSCHIENEN IM DEZEMBER 2015:

Cover von Die Nibelungen
Die Nibelungen.
Passauer Beiträge zu Rezeption und Verarbeitung eines produktiven Narrativs. Festschrift für Theodor Nolte
Hrsg. von Hans Krah.

12/2015
312 Seiten
Hardcover
39,59 Euro
ISBN 978-3-940784-31-5

Die Relevanz der Nibelungen ergibt sich nicht nur aus dem Interesse an der Tradierung eines historischen Stoffgefüges, sondern auch dadurch, dass die Nibelungen als Narrativ zu begreifen sind: als Erzählmuster und paradigmatische Geschichte, das als Struktur Äquivalenzen, Analogien und Problemlösungen bereit stellt. Dies erlaubt zum einen, dass aus den gegebenen Inhalten destillierte und kondensierte Wissenselemente als Deutungsangebote und Argumentationsrahmen zur Verfügung stehen. Zum anderen können neue Bedeutungen daran angelagert und damit transportiert werden. Solche sind zumeist im Kontext einer kulturspezifischen Diskussion bzw. Bestätigung kollektiver Wertesphären zu situieren. Eigen vs. fremd, Individuum vs. Kollektiv, Autonomie vs. Heteronomie, Männer vs. Frauen, der Stoff eignet sich, als Träger von jeweils als relevant erachteter Grenzziehungen und ihrer jeweiligen semantischen Füllungen instrumentalisiert zu werden und als ideologischer Speicher zu fungieren.
Die eigentliche Relevanz ergibt sich also denkgeschichtlich: Die Nibelungen sind in ihrer eigenen Tradierung nicht nur zum nationalen Kulturgut, sondern dabei auch zum Medium kultureller Selbstvergewisserung geworden.
Die hier versammelten Aufsätze zeigen in diesem Kontext Aspekte und Facetten auf, die sich aus Rezeption, Aneignungen, Adaptionen, Verarbeitungen des Nibelungenstoffes als Ausgangspunkt kultureller Kommunikation ergeben, wobei sie sich aus den unterschiedlichen Disziplinen und mit den sich daraus ergebenden Fragestellungen annähern, die unter dem Dach Germanistik subsumiert sind: Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Didaktik, Kulturwissenschaftliche Medialitätsforschung.
Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.

ERSCHIENEN IM DEZEMBER 2015:

Cover Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
Reinhold Schneider Blätter Neue Folge.
Jahrbuch für christliche Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
Hrsg. von Stephan Lüttich.
Bd. 2

12/2015
114 Seiten
Softcover
24,61 Euro
ISBN 978-3-940784-29-2

Der zweite Band der Neuen Folge der Reinhold Schneider Blätter widmet sich schwerpunktmäßig den Beziehungen des Reinhold Schneiders zu anderen Autoren. So geht ein umfangreicher Aufsatz von Ekkehard und Moritz Blattmann dem Verhältnis zwischen dem Dichter und Alfred Döblin nach. Dem im September 2014 erschienenen Briefwechsel Reinhold Schneiders mit Rudolf Alexander Schröder widmen sich sowohl ein Beitrag von Marion Heide-Münnich als auch eine Rezension von Hans Maier, der daneben auch einen neuen Sammelband zu Leben und Werk Schröders bespricht. Der Bremer Dichter steht dann auch im Zentrum der Überlegungen von Klaus Goebel, der Schröders jahrelange journalistische Tätigkeit für die Frankfurter Zeitung nachzeichnet. Dass Reinhold Schneider nichts an Aktualität verloren hat, möchte schließlich ein kleiner Beitrag von Stephan Lüttich aufweisen, der Spuren des Dichters im Werk Sibylle Lewitscharoffs darstellt.
Reiner Haehling von Lanzenauer beschreibt die besondere Beziehung, die Reinhold Schneider mit dem Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal verband. Daneben widmet er sich in einer Rezension einer biographischen Skizze zu Karl Ludwig zu Guttenberg.
Natürlich hat auch Lyrik ihren Platz in dieser Ausgabe. Dem Dichter selbst widmet sich Hartmut Laufhütte mit einer Interpretation von Schneiders Sonett „Der Meteorenschwarm“. Als Beispiel qualitätsvoller zeitgenössischer geistlicher Lyrik darf ein Gedicht von Andreas König gelten.

ERSCHIENEN IM NOVEMBER 2015:

Cover Kügel
Werner Kügel:
„Erfreuliche Nützlichkeit – Keim göttlicher Ehre“
Beiträge zum Harsdörffer-Birken-Colloquium des Pegnesischen Blumenordens im Oktober 2014
11/2015
VIII + 244 Seiten
Softcover
42,80 Euro
ISBN 978-3-940784-28-5

Im Oktober 2014 veranstaltete der Pegnesische Blumenorden in Nürnberg eine Tagung zu seinen beiden ersten Präsidenten Georg Philipp Harsdörffer (1607-1658) und Sigmund von Birken (1626-1681). Die Beiträge zu dieser Tagung werden nun in überarbeiteter und z. T. stark erweiterter Fassung vorgelegt. Ein Schwerpunkt der Tagung wurde dabei auf das Wirken dieser beiden bedeutenden Nürnberger Literaten für den Blumenorden gelegt, ein weiterer auf ihre Mitgliedschaft in und ihr Wirken für die damals bedeutendste deutsche Sprachgesellschaft, die Fruchtbringende Gesellschaft. Der Beitrag von Klaus Conermann beschäftigt sich mit Harsdörffers Plan einer Vernetzung europäischer Akademien; Andreas Herz beleuchtet Harsdörffers Beitrag zur Rechtschreibdebatte in der Fruchtbringenden Gesellschaft. Das Verhältnis von Harsdörffer und Birken wird von Rosmarie Zeller beleuchtet. Hartmut Laufhütte stellt das erhaltene Archiv Birkens hinsichtlich seiner Bedeutung für die Kultur- und Literaturwissenschaft und die Birken-Werke-Ausgabe vor und Ralf Schuster gibt einen Überblick über die Aufnahme von Frauen in den Pegnesischen Blumenorden durch Sigmund von Birken.
Der Pegnesische Blumenorden besteht heute noch, die Fruchtbringende Gesellschaft, die nach dem Tod ihres dritten Oberhauptes 1681 erloschen ist, wurde vor einigen Jahren als Neue Fruchtbringende Gesellschaft neu gegründet. Es lag nahe, die sprachpflegerischen Aktivitäten dieser Gesellschaften heute mit denen ihrer historischen Entsprechungen im 17. Jahrhundert zu vergleichen. Uta Seewald-Heeg und Julia Schinköthe stellen die Erlebniswelt Deutsche Sprache in Köthen und die Aktivitäten der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft vor, Werner Kügel unternimmt einen Streifzug durch die Geschichte des Blumenordens und gibt einen Überblick über dessen vielfältige Aktivitäten in der Gegenwart. Thomas Paulwitz schließlich widmet sich den Aufgaben und Zielen heutiger Sprachpflege am Beispiel der „Deutschen Sprachwelt“.
Der vorliegende Band ermöglicht Zugänge zu den beiden barocken Nürnberger Autoren und gewährt vielfältige Einblicke in die Arbeit von literarischen Gesellschaften gestern und heute.

ERSCHIENEN IM OKTOBER 2015:

Cover Vademecum durchs Kirchenjahr
Lothar Steiger:
Vademecum durchs Kirchenjahr.
Perikopen Hand- und Begleitbüchlein in Epigrammen
3/2015
252 Seiten
Hardcover
19,26 Euro
ISBN 978-3-940784-26-1

Das vorliegende Buch versteht sich als epigrammatischer Begleiter durch das gesamte Kirchenjahr. Lothar Steiger, Professor emeritus für Dogmatik und Homiletik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, legt zu sämtlichen Perikopen der Sonn- und Feiertage Distichen vor, die die biblischen Texte kontrakt zusammenfassen, profilieren und interpretieren. Ziel der Epigramme ist es, dem Leser neue Blicke auf die Perikopentexte zu eröffnen und deren intensive Meditation anzuregen. Steigers Buch verdient Aufmerksamkeit in einer Zeit, in der über poetische Theologie viel gesprochen, dieselbe allerdings nur äußerst selten praktiziert, das heißt literarisch erprobt wird. Aus literaturwissenschaftlicher Sicht sind die Epigramme insofern von großem Interesse, als sie in unverwechselbar eigenständiger Weise anknüpfen an die Tradition der barocken Perikopendichtung.
Leitend ist hierbei der Gedanke, daß die biblischen Texte für die heutige Zeit (wie in allen Epochen zuvor) nur aufgrund von unablässiger Beschäftigung mit ihnen fruchtbar gemacht werden können. Daß und wie solches studium freilich theologisch und sprachlich trennscharf auf den Punkt gebracht werden kann – dafür bietet Steigers Vademecum erstaunlich aktuelle und einprägsame Beispiele.
Hermeneutisch-poetisch aufschlußreiche Vorreden zu den drei Festkreisen, ein Bibelstellenregister sowie eine Predigt im Anhang vervollständigen den Band.

ERSCHIENEN IM JANUAR 2015:

Cover Ukrainische Volksmärchen
Ukrainische Volksmärchen
erzählt von Elvira Morgenstern
mit Illustrationen von Witalij Dorosch

1/2015
68 Seiten
12 Abbildungen (sw)
gebunden
14,98 Euro
ISBN 978-3-940784-24-7

Märchen gehören weltweit zu den wichtigen Schätzen einer jeden Kultur. Obwohl die Motive, Figuren und Handlungen der verbreiteten und bekannten Märchen verschiedener Kulturen zuweilen gewisse Parallelen aufweisen, haben sie sehr wohl landesspezifische Besonderheiten und sind von den Sitten, Bräuchen und Mentalität derjenigen Gegend geprägt, in der sie entstanden sind.
Märchen aus der Ukraine waren bislang im deutschsprachigen Raum kaum bekannt. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, Lesern einen Einblick in die Eigenart der ukrainischen Märchenwelt in deutscher Sprache zu eröffnen.
Der vorliegende Sammelband enthält zwölf sowohl bekannte als auch weniger verbreitete Märchen aus der Ukraine. Jedem Märchen ist dabei eine kurze und zusammenfassende Einleitung vorangestellt, in der das Thema des Märchens beziehungsweise vergleichbare Motive aus anderen Sprachkulturen erläutert werden.
In den für diesen Band ausgewählten Märchen aus der Ukraine sind es vor allem Tiere, die − teils im Stile klassischer Fabeln − die Hauptpersonen spielen. Der Hofhund Sirko, der mit seinem Freund, dem Wolf, eine Hochzeitsgesellschaft in helle Aufregung versetzt; der schlaue Hase, der einen grimmigen Bären überlistet; der imposante Herr Katerius mit seiner pfiffigen Frau; die faulen Mäuschen, die eine echte Lehre erteilt bekommen, und viele andere Figuren begleiten den Leser Seite für Seite und vermitteln durch ihr Verhalten, ihre Handlungen und Dialoge die Eigenart der ukrainischen Märchenwelt mit ihrem spezifischen Humor und Hintersinn.
Auch die typischen Themen und Motive der Märchen aus der Ukraine sind allgegenwärtig: Freundschaft, die das Leben bereichert und dieses manchmal retten kann ("Der Hahn und der Kater"); Schlauheit, die oft wichtiger ist als besondere körperliche Kraft ("Der schlaue Hase"), oder Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft ("Der Fäustling").
Die Märchen wurden im vorliegenden Band in ihrem zentralen inhaltlichen Kern erhalten, aber auf lebendige und frische Weise von Elvira Morgenstern neu erzählt. Die künstlerisch wertvollen Illustrationen von Witalij Dorosch verleihen dem Buch zusätzlich eine besondere Note und bringen Handlungen und Figuren der Märchen noch ausdrucksvoller zur Geltung.
"Ukrainische Volksmärchen" ist ein Buch für Kinder und Erwachsene, die selber gerne Märchen lesen oder sich vorlesen lassen.
Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe.