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ERSCHIENEN IM JULI 2021:

Cover zu Narzisstische Regulationsprozesse
Barbara Osdarty:
Daz ir ze manne wære ein degen lieber dan ein arger zage (Erec, 2847f.)
Narzisstische Regulationsprozesse und kollusive Beziehungsdynamiken
im Erec und im Nibelungenlied

7/2021
956 Seiten
Hardcover
€ 214,00
ISBN 978-3-940784-53-7
ISSN 2190-4898

Narzissmus – ein Thema, das seit einiger Zeit längst nicht mehr nur die Psychoanalytiker beschäftigt, sondern das nicht zuletzt durch das Verhalten selbstherrlicher Spitzenpolitiker und skrupelloser Manager in aller Munde ist. Doch Narzissmus im Mittelalter? Die vorliegende Studie geht der Frage nach, ob sich auch schon im Erec Hartmanns von Aue, dem ersten Artusroman in deutscher Sprache, und im Nibelungenlied, dem vielleicht bekanntesten Heldenepos der Zeit um 1200, narzisstische Regulationsprozesse und Beziehungsdynamiken beobachten lassen. Es wird gezeigt, dass narzisstische Motive das Handeln der Figuren prägen, ja mehr noch, dass deren narzisstische Bedürfnisse oft überhaupt erst Handlung auslösen; dies gilt, und das ist die vielleicht überraschendste Erkenntnis der Arbeit, nicht nur für draufgängerische Helden wie Siegfried und Hagen, sondern ebenso sehr für die höfischen Damen, und zwar auch für die auf den ersten Blick so schüchterne, scheinbar selbstlos in ihrem Ehemann aufgehende Enite. Mit Hilfe zweier moderner Narzissmustheorien (Jürg Willis Kollusionskonzept und Bärbel Wardetzkis Modell des weiblichen Narzissmus) zeigt die Verfasserin dieser Arbeit, wie innerhalb von (Ehe-)Beziehungen ‚männlich‘- und ‚weiblich‘-narzisstische Abwehrmechanismen komplementär ineinandergreifen und dadurch die zentralen Krisen beider Erzählungen mit erzeugen.

ERSCHIENEN IM MAI 2021:

Cover von Sonette über das Sonett
Sonette über das Sonett
Anthologie zum Metasonett in der deutschen Dichtung
Hrsg. von Matthias C. Hänselmann

5/2021
332 Seiten
1 Abbildung
Hardcover
€ 29,96
ISBN 978-3-940784-50-6
Das um 1230 in Italien entstandene Sonett erwies sich im Verlauf der Jahrhunderte als besonders stabiler Gedichttyp und reizte dadurch gleichermaßen zu einer Vielzahl poetischer Spielereien wie poetologischer Reflexionen. Gleichsam im Schnittpunkt dieser beiden Annäherungsbewegungen steht das Sonettsonett, das sich in seinem Inhalt metareflexiv mit der eigenen Form beschäftigt. Seit dem 18. Jahrhundert sind derartige Gedichte auch im deutschen Sprachraum nachweisbar. 
Die vorliegende Anthologie bietet neben einer theoretischen Einführung erstmals eine repräsentative Auswahl von 250 deutschen Sonettsonetten von 140 Autoren aus knapp 300 Jahren. Darunter sind Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe, Johann Heinrich Voß, August Wilhelm Schlegel, Wilhelm von Humboldt, Ludwig Tieck, Ludwig Uhland, Friedrich Rückert, Gustav Schwab, August Graf von Platen, Eduard Mörike, Paul Heyse, Hugo Ball, Johannes R. Becher, Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Reinhold Schneider, Karl Riha, Wolf Biermann und Robert Gernhardt. Damit liefert sie nicht nur einen Überblick über Gestaltungsmöglichkeiten und Entwicklungswege dieser Gedichtart, sondern gibt allen Lyrikinteressierten eine reiche Quelle zum Schmökern, Entdecken und Neuentdecken an die Hand.

ERSCHIENEN IM APRIL 2021:

Kooperation
Literarische Kooperation im Barock
Untersuchungen zu Autoren im 17. Jahrhundert
Hrsg. von Ralf Schuster

4/2021
24 und 238 Seiten
5 Abbildungen
Hardcover
€ 85,60
ISBN 978-3-940784-51-3

Das 17. Jahrhundert zeichnet sich durch eine auffällig hohe Anzahl literarischer Kooperationen verschiedenster Art aus. Nicht nur die Anzahl der Texte, die aus ihnen hervorgegangen sind, sondern auch die Vielfalt der Formen und Ausprägungen der Zusammenarbeit ist beeindruckend. Hier sollen einige ausgewählte Beispiele vorgestellt werden. Die Beiträge stammen von Matthias C. Hänselmann, Hans-Joachim Jakob, Hartmut Laufhütte, Michael Ludscheidt, Ralf Schuster, Anne Wagniart und Rosmarie Zeller.
Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden


ERSCHIENEN IM FEBRUAR 2021:

Cover von Amalfis
Sigmund von Birken:
Amalfis
Ein unvollendetes Versepos auf den kaiserlichen General Ottavio Piccolomini (1599-1656)
Herausgegeben und mit Einleitung und Kommentar versehen von Hartmut Laufhütte

2/2021
66 und 158 Seiten
17 Abbildungen
Hardcover
€ 64,20
ISBN 978-3-940784-52-0

Dieser Band stellt eine 1649/50 entstandene Friedensdichtung Birkens vor, das zu Ehren des Leiters der kaiserlichen Verhandlungsdelegation beim Nürnberger Friedenskongreß 1649/50, des Fürsten Ottavio Piccolomini, verfaßte Versepos Amalfis, das unvollendet blieb. Es steht motivisch und in seiner allegorischen Struktur Birkens Friedensdramen (1650, 1651) und seiner erzählerischen Darstellung der Nürnberger Ereignisse (1652) nahe. Der junge Autor wußte sich zu diesem Werk beauftragt; es muß Zusagen für Honorierung und Druckfinanzierung gegeben haben. Einige Jahre lang bemühte Birken sich vergeblich um Einhaltung der alten Versprechungen. Die Ausgabe bietet den Text der Amalfis in seinen drei Entwicklungsstadien: Gesamtplan, Arbeitsexemplar mit dem gesamten, kurz vor der Vollendung abgebrochenen Text, Reinschrift des Anfangs. Eine umfangreiche Einleitung dokumentiert aus allen verfügbaren Quellen Birkens jahrelange Bemühung um Anerkennung seines Anspruchs und seiner Poetenehre. Ein Kommentar liefert reiche Sachinformation. Das Buch präsentiert ein bisher unbekanntes Frühwerk des jungen Sigmund von Birken und dokumentiert das vergebliche Bemühen des noch namenlosen Autors um gebührende Anerkennung seiner Leistung.

ERSCHIENEN IM NOVEMBER 2020:

Cover von Willi Arnolds neuem Buch
Willi Arnolds:
Du wirst mich finden am Montmartre
Bilder aus Frankreich

11/2020
122 Seiten
Softcover
€ 17,12
ISBN 978-3-940784-49-0

Willi Arnolds nimmt den Leser mit auf eine literarische Reise durch Frankreich, auf der an zahlreichen Orten dieses Landes Station gemacht wird. Sie beginnt in Givet in den Ardennen, verläuft unter anderem über Paris, Avignon, Lourdes und Marseille und endet in Monaco. In über 90 Gedichten werden Impressionen und Skizzen von Menschen und Orten präsentiert, werden Momente eingefangen und Bilder festgehalten, die Frankreich als Land in seiner ganzen Vielfalt erkennbar werden lassen, aber auch die Probleme und die Zerrissenheit dieser Nation aufzeigen. Die Perspektive des Lyrikers ermöglicht oft überraschende Einsichten und eine neue Sichtweise.

Hier finden Sie eine Leseprobe.

ERSCHIENEN IM AUGUST 2020:

Cover von Der Heimatdichter
Martin Buchner:
Der Heimatdichter.
Ein Lehrerschicksal aus den 20er und 30er Jahren.
Herausgegeben und mit Erläuterungen
versehen von Hartmut Laufhütte
in Zusammenarbeit mit Eva-Maria Hertel

8/2020
XXIV und 260 Seiten
5 Abbildungen
Hardcover
€ 19,26
ISBN 978-3-940784-47-6

Zum Buch

75 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches und 61 Jahre nach dem Tod des Autors erscheint dieses kurz vor oder nach dem Ende des Weltkriegs entstandene, vom Autor selbst zu posthumer Veröffentlichung bestimmte Werk. Es handelt vom Schicksal eines im vorderen Bayerischen Wald, dem Dreiburgenland, tätigen Lehrers und Heimatdichters, dem der Rassen- und Vererbungswahn der nationalsozialistischen Ideologie zum Verhängnis wird. Die dargestellte Handlung spielt in der Zeit von den mittleren zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts an bis zum Frühjahr 1935. Schauplätze sind verschiedene Orte im vorderen Bayerischen Wald, Passau und Landshut. Um die Geschichte des Protagonisten herum entfaltet die Erzählung ein detailreiches und vielschichtiges Bild der Lebens- und Schulverhältnisse im Bayerischen Wald in den Jahren nach der Inflation, während der Weltwirtschaftskrise, der Konfrontation von Kommunisten und Nationalsozialisten und schließlich der Veränderungen, die nach der Machtergreifung über die Menschen in allen Lebensbereichen hereinbrachen: ein Panorama von höchster dokumentarischer Dichte. Im Zusammenspiel mit zahlreichen Landschafts- und Naturbeschreibungen entsteht ein Gesamtbild der Region und des Lebens in ihr, das sich vom gegenwärtigen Erscheinungsbild derselben wie das einer fremden und fernen Welt abhebt, obwohl es zu unserer jüngsten Vergangenheit gehört.

Zum Autor

Der Lehrer Martin Buchner (1869-1959) hat seine Amtsjahre zunächst in verschiedenen kleinen Schulorten im niederbayerischen Vilstal, dann in Fürstenzell, seit 1892 schließlich in Passau verbracht, seit Beginn der zwanziger Jahre und bis zum Ruhestand 1930 als Schulrat für den Bezirk Passau-Land und Wegscheid. Wie der Protagonist seiner Erzählung war er literarisch tätig, als Lyriker, Dramatiker und als Sammler und Herausgeber regionaler Sagen für die Verwendung im Schulunterricht. Erst in jüngster Zeit ist er wiederentdeckt worden. Der Heimatdichter ist sein einziges größeres Erzählwerk.

ERSCHIENEN IM MAI 2020:

Cover von Transatlantic Cinema
Transatlantic Cinema
Production - Genres - Encounters - Negotiations
Edited by Karsten Fitz and Jürgen Kamm

5/2020
282 Seiten
4 Abbildungen
Hardcover
€ 49,22
ISBN 978-3-940784-48-3
ISSN: 2190-4898

Though it is a commonplace to describe Hollywood as a transatlantic (and indeed international) movie 'factory', as the smithy in which images of transatlantic relations were forged, Hollywood from its infancy right up to the present day has simultaneously been inspired and enriched by influences from Europe. Although transatlantic relations and transatlantic cultural exchange have been a fruitful field of academic research, most scholarly work to date has been carried out by historians, sociologists and by political scientists, whereas there are as yet few book-length studies about the representation of European-American relations on the silver screen. Given the enormous influence which cinema has wielded on international audiences since its inception, it is high time that the cinematic aspects of transatlanticism were explored in depth. The present volume, which addresses transatlantic relations and cultural exchange by focusing on European-American cultural encounters and negotiations in the genre of film through the multidisciplinary lens of American Studies, British Studies, Communications and Media Studies, German Studies, History, and Romance Studies, is a first attempt at closing this scholarly gap.
The table of contents can be viewed here.

Obwohl es als Gemeinplatz gilt, Hollywood als eine transatlantische (und sogar internationale) Film-'Fabrik' zu bezeichnen, als die Schmiede, in der Bilder der transatlantischen Beziehungen geformt wurden, ist Hollywood von seinen Anfängen bis heute gleichzeitig von Einflüssen aus Europa inspiriert und bereichert worden. Obwohl die transatlantischen Beziehungen und der transatlantische Kulturaustausch ein fruchtbares Feld der akademischen Forschung sind, wurde die meiste Forschung bisher von Historikern, Soziologen und Politikwissenschaftlern geleistet, während es bis dato nur wenige monographische Studien über die Darstellung der europäisch-amerikanischen Beziehungen auf der Leinwand gibt. Angesichts des enormen Einflusses, den das Kino seit seinen Anfängen auf das internationale Publikum ausgeübt hat, ist es höchste Zeit, die filmischen Aspekte der transatlantischen Beziehungen eingehend zu untersuchen. Der vorliegende Band, der sich mit den transatlantischen Beziehungen und dem Kulturaustausch befasst, indem er europäisch-amerikanische Kulturbegegnungen und -verhandlungen im Filmgenre durch die multidisziplinäre Linse der Amerikanistik, der British Studies, der Germanistik, der Geschichtswissenschaft, der Kommunikations- und Medienwissenschaft, und der Romanistik beleuchtet, ist ein erster Versuch diese wissenschaftliche Lücke zu schließen.
Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.

ERSCHIENEN IM OKTOBER 2019:

Cover von Zugänge zu seinem Werk
Martin Buchner (1869-1959)
Zugänge zu seinem Werk

Hrsg. von Hans Krah und Ralf Schuster

10/2019
256 Seiten
29 Abbildungen
Hardcover
€ 49,22 Euro
ISBN 978-3-940784-46-9
ISSN: 2190-4898

Im Jahr 2019 jähren sich der Geburtstag und der Todestag des Passauer Dichters und Schulrats Martin Buchner (1869-1959) zum 150. bzw. zum 60. Mal. Anlaß genug, sich dem zwar nicht allzu umfangreichen, aber recht vielfältigen Oeuvre dieses von der Literaturwissenschaft bisher fast nicht beachteten Autors zu widmen und seine schriftstellerischen Leistungen, aber auch die pädagogischen Schriften Buchners und seiner Ehefrau in Erinnerung zu bringen. Der Band ist in drei Abteilungen untergliedert. Die erste Abteilung bietet Beiträge zu Werken, die zu Buchners Lebzeiten veröffentlicht wurden. Der zweite Teil gilt unveröffentlichten Manuskripten Buchners und liefert - erstmals überhaupt - einen Einblick in diesen Teil des Oeuvres. Die beiden Beiträge des letzten Teils beziehen Texte des Werks auf medienkulturelle Aspekte allgemeiner Art und erweitern damit die Werkinterpretationen im engeren Sinne. In einem Anhang werden verschiedene biographische Bild- und Text-Dokumente mitgeteilt. Neben zahlreichen Fotographien Buchners und seiner Familie in verschiedenen Phasen seines Lebens aus dem privaten Familienarchiv wird hier auch ein vom Autor selbst gegen Ende seines Lebens niedergeschriebener Lebenslauf präsentiert, der als Typoskript erhalten ist.

Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.

ERSCHIENEN IM JUNI 2019:

Cover von Alexander Bitzels Buch
Alexander Bitzel:
Von Jesus, von Schiffen, vom Winter und vom Gesang
Studien zur geistlichen Lyrik Sigmund von Birkens am Beispiel seiner Handschrift
Psalterium Betulianum

6/2019
442 Seiten
1 Abbildung
Hardcover
107 Euro
ISBN 978-3-940784-44-5

Die geistliche Lyrik des Nürnberger Dichters Sigmund von Birken (1626-1681) gehört zu denjenigen literarischen Überlieferungen des frühneuzeitlichen Luthertums, die zu einem sehr kleinen Teil heute noch lebendig sind (im aktuellen Gesangbuch der Evangelischen Landeskirchen in Deutschland finden sich nach wie vor zwei Lieder von Birken), die in ihrer Breite aber weder von der literaturaffinen, noch von der akademischen Öffentlichkeit in nennenswertem Maß zur Kenntnis genommen werden. In Birkens erhaltenem Nachlass findet sich eine voluminöse Sammelhandschrift mit dem Titel "Psalterium Betulianum", die 151 geistliche Texte aus seiner Feder beinhaltet. Diese Handschrift ist von einiger Zeit historisch-kritisch ediert und kommentiert worden. Das vorliegende Buch enthält Studien zu den Texten des "Psalterium Betulianum". Die Studien eruieren Prozesse der Textentstehung und der Textveränderung, die typisch sind für Birkens Arbeitsweise. Beleuchtet werden außerdem seine Verarbeitung von literarischen Vorlagen, seine Aufnahme des antiken "Amor und Psyche"-Stoffes sowie seine geistliche Umformung der Tradition des Petrarkismus. Überaus vielfältig sind die theologischen Themen und Motive, die Birken in seiner geistlichen Lyrik verarbeitet. Auf folgende fokussieren die Studien insbesondere: Auf die Rede vom Leben des Christenmenschen als einer Schifffahrt zum Hafen der Seligkeit, auf die lutherische Naturhermeneutik der frühen Neuzeit, auf Birkens Poetotheologie, auf seine Realisierung der lutherischen rhetorica-sacra-Tradition sowie auf seine Bild- und Musiktheologie.

ERSCHIENEN IM MAI 2019:

Cover von Reinhold Schneider und Hanns Hörbigers Glazial-Kosmogonie
Ekkehard Blattmann:
Reinhold Schneider und Hanns Hörbigers Glazial-Kosmogonie
Zweite, mit einem Nachwort versehene Auflage

5/2019
252 Seiten
40 schwarz-weiße Abbildungen
Softcover
36,38 Euro
ISBN 978-3-940784-45-2

Im Jahre 1913 publizierte der österreichische Maschinenbau-Ingenieur und Unternehmer Hanns Hörbiger in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrer und Astronomen Philipp Fauth sein umfangreiches Werk “Glacial-Kosmogonie”. Hörbiger-Fauth wollten den Nachweis führen, daß unser Kosmos aus dem dramatischen Zusammenstoß von Feuer und Eis entstanden ist und daß sich alle großen Katastrophen der Erd- und Mond- und Menschheitsgeschichte aus diesem Antagonismus herleiten lassen.
In den unruhigen zwanziger Jahren mit ihrer Suche nach weltanschaulicher Sinngebung gewann die pseudo-wissenschaftliche Glacial-Kosmogonie in Deutschland und in Europa Millionen von Anhängern. Zugleich führte man Hörbiger-Fauths Theorien gegen Einsteins Relativitätstheorie ins Feld. Und im Dritten Reich wurde die Glacial-Kosmo­gonie zur Unterfütterung des nordischen Mythos herangezogen.
Zu den hingerissenen Lesern und Rezipienten der “Glacial-Kosmogonie” zählte auch der junge Reinhold Schneider. Aus Hörbiger-Fauths Evokationen kosmischen Werdens und Vergehens gewann er bildmächtiges poetisches Material für seine frühen Sonette. Später nutzte er die wuchtigen Katastrophenbilder für seine Opposition gegen das Dritte Reich. In den fünfziger Jahren verwandelte er das poetische Material in prophetische Warnungen gegen das rasende Wettrüsten der Atommächte. Schließlich lassen sich Hörbiger-Fauths Katastrophenbilder in Reinhold Schneiders späten Gesichten vom Kosmischen Christus und von den kommenden Letzten Dingen nachweisen.
Die vorliegende Arbeit breitet vor historischem Hintergrund zunächst Hörbiger-Fauths glacial-kosmogonische Theorien aus. Sodann zeichnet der Autor sorgsam Reinhold Schneiders vielfältige Verarbeitung des poetischen Materials bis in das Spätwerk nach. Zahlreiche Abbildungen vervollständigen die innovativen Ausführungen.

ERSCHIENEN IM MÄRZ 2019:

Cover Zwischentoren
Andreas König:
Zwischentoren
Gedichte
Zweite, mit einem Nachwort versehene Auflage

160 Seiten
Hardcover
19,26 Euro
ISBN 978-3-940784-43-8

Inzwischen ist die erste (Softcover-)Auflage von Andreas Königs Lyrikband "Zwischentoren" vergriffen. Der Verlag hat deshalb eine zweite Auflage in hochwertigerer Ausstattung (Hardcover mit Fadenheftung) herausgebracht. Sie enthält zusätzlich ein kurzes Nachwort des Dichters sowie ein neues Gedicht.
Der dritte Gedichteband von Andreas König ist eine kleine lyrische Reise, auf der hauptsächlich Orte in Süddeutschland und Österreich besucht werden: Kleine Dörfer, Kirchen, Klöster, Friedhöfe und vor allem verschiedene Plätze in der Natur sind der Ausgangspunkt für vielfältige Reflexionen - nicht zuletzt auch über Fragen einer christlichen Existenz in einer zunehmend säkularen Welt. Oft wird aus der geographischen Reise eine Fahrt in die Vergangenheit; Bau- und Kunstwerke werden zu Mittlern zwischen den Zeiten. In den zumeist kurzen Gedichten kann König in der für ihn charakteristischen klaren und prägnanten Sprache ganze Lebenswirklichkeiten lebendig werden lassen.
Zur Homepage von Andreas König geht es hier.

ERSCHIENEN IM NOVEMBER 2018:

Maria Halbritter:
Politische Konflikte eines Unpolitischen
Anton Halbritter 1896-1957
Vom Sanitäter zum Seelsorger in Kriegs- und Krisenzeiten

11/2018
380 Seiten
Hardcover
24,00 Euro
ISBN: 978-3-940784-42-1

Die biographische Studie zu Anton Halbritter liefert Einblicke in die praktische Arbeit eines katholischen Seelsorgers in den Kriegs- und Krisenzeiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anton Halbritter meldet sich im 1. Weltkrieg mit 18 Jahren freiwillig zum Sanitätsdienst. Er will keine Waffen bedienen, aber auch kein Drückeberger sein. Vier Jahre als Krankenträger werden zur Schlüsselerfahrung seines Lebens. Er studiert Theologie, entschlossen, sein Leben der Seelsorge als Dienst an den Menschen zu widmen. Die Nähe zum Alltag der Menschen ist ihm wichtiger als Vorgaben von Institutionen. Als Chorregent in Kiedrich im Rheingau initiiert er die Wiederaufnahme des gotisch-germanischen Mainzer Choraldialekts und belebt so das erstarrte kirchliche Gemeindeleben neu. Was bei der Jugend auf Zustimmung stößt, löst bei einem Teil der Gemeinde Widerstand aus. Als Seelsorger in der staatlichen Heilanstalt Eichberg gerät er in der Zeit des Nationalsozialismus durch die Maßnahmen zur Vernichtung unwerten Lebens in Konflikte mit der Anstaltsleitung. Dabei erlebt er die zögerliche Hilfe und zaudernde Haltung seiner Kirche. So kommt es zu Auseinandersetzungen, denen er nicht ausweicht. Sie lassen den vermeintlich Unpolitischen nun politisch handeln. Auch nach seiner Zwangsversetzung nach Neuhäusel/Westerwald übt er sein Amt als Seelsorger wie bisher pragmatisch, zupackend und selbstlos aus. Eigenschaften, die gerade in Kriegs- und Notzeiten den Dorffrieden bewahren helfen. Nach 1945 ist er mit den Folgen einer zunehmend sich säkularisierenden Gesellschaft und dem Einflussverlust der katholischen Kirche konfrontiert. Wieder sieht er sich herausgefordert, entgegen dem Zeitgeist im Sinne seines Selbstverständnisses als Seelsorger zu handeln.


ERSCHIENEN IM MÄRZ 2018:

Cover von Weckherlin
Privatmann – Protestant – Patriot – Panegyriker – Petrarkist – Poet
Neue Studien zu Leben und Werk Georg Rudolf Weckherlins (1584-1653)

Hrsg. von Heiko Ullrich

3/2018
XVIII und 442 Seiten
Softcover
85,60 Euro
ISBN: 978-3-940784-39-1

Der vorliegende Band, der an die beiden thematisch ausgerichteten Aufsatzsammlungen zur Barockliteratur anschließen will, die 2013 (Das Motiv der Weihnacht, hg. von Matthias Clemens Hänselmann und Ralf Schuster) und 2016 („so wollen wir singen und loben deine Macht“, hg. von Matthias Attig und Ralf Schuster) im Ralf-Schuster-Verlag erschienen sind, stellt insofern einen Neuansatz der wissenschaftlichen Erschließung von Leben und Werk Weckherlins dar, als bislang noch nie der Versuch unternommen wurde, verschiedene Forschungsmeinungen in einer Publikation zu versammeln und dadurch fruchtbar aufeinander zu beziehen; die klassischen Formen von Untersuchungen zu Weckherlin sind bisher die Edition, die Monographie und der (einzelne) Aufsatz. Vor diesem Hintergrund wurde für die Studien zu Leben und Werk Georg Rudolf Weckherlins thematische Vielfalt ebenso angestrebt wie die Pluralität der interpretatorischen Ansätze, das Ziel ist weniger eine summarische Konstatierung des gegenwärtigen Forschungsstandes als vielmehr das Aufzeigen von Anknüpfungspunkten für weitere Untersuchungen und Studien. Denn das dringendste Desiderat der Weckherlin-Forschung besteht derzeit nicht in einer neuen kommentierten Edition, einer Gesamtbiographie, einem Lexikon oder einem Handbuch – so wünschenswert und förderlich diese wissenschaftlichen Instrumente sicherlich wären – sondern in der Etablierung eines akademischen Diskurses zum Werk dieses wichtigen Pioniers deutschsprachiger Barockdichtung. Diesem Ansatz sind die Beiträge von Viktoria Adam, Antonius Baehr, Christoph Deupmann, Klaus Haberkamm, Michael Hanstein, Wilhelm Kühlmann, Ingrid Laurien, Anna Linton, Dieter Martin, Sebastian Rosenberger, Heiko Ullrich und Dirk Werle verpflichtet.

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis.


ERSCHIENEN IM FEBRUAR 2018:

Cover von Fernsicht
Matthias Attig

Fernsicht
Variationen über Traum und Erwachen

2/2018
118 Seiten
Softcover
14,98 Euro
ISBN: 978-3-940784-41-4

Bei diesem Band handelt es sich um die erste literarische Veröffentlichung von Matthias Attig. Er ist in neun Gruppen unterteilt, die entweder Prosaminiaturen oder Gedichte enthalten. Er bedient sich also zweier Formen, von denen man vielleicht nicht auf den ersten Blick meinen wird, dass sie miteinander vereinbar seien. Der Autor versucht sie jedoch so zu handhaben, dass sie einander durchdringen und sich in ihren Ausdrucksmöglichkeiten wechselseitig ergänzen. Zum einen werden Eindrücke, Stimmungen und Gefühle verdichtet und auf eine gedankliche Grundformel gebracht. Zum anderen werden sie umschrieben, aufgefächert, fortgesponnen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Es gibt Prosatexte von dichterischem Gepräge, die ein Thema lyrisch entfalten, und es gibt Gedichte, die zunächst schwer greifbare Erfahrungsgehalte auf ein Thema zurückführen. Empfindung und Gedanke erhalten sprachliche Schattierungen, die den Unterschied zwischen ihnen verwischen. In inhaltlicher Hinsicht bilden Literatur und Musik sowie Denken, Lesen und Schreiben Schwerpunkte des Bandes. In der Annäherung an diese Gegenstände prägen sich Formen der sprachlichen Erfahrung aus, die auch für die Darstellung von Wahrnehmungen und Erlebnissen im Alltag leitend sind.

Hier finden Sie eine Leseprobe.


ERSCHIENEN IM JANUAR 2018:

Cover von Im Kreuzgang
Andreas König

Im Kreuzgang
Gedichte

1/2018
104 Seiten
Softcover
13,91 Euro
ISBN: 978-3-940784-40-7

Der neueste Lyrikband Andreas Königs ist wieder eine Reise durch süddeutsche Regionen. Ausgehend von der lyrischen Skizzierung von Landschaften wie dem Bayerischen Wald oder der süddeutschen Alpenregion sowie von Orten wie dem Kloster Steingaden oder der Kirche St. Severin in Passau reflektiert der Autor Erfahrungen und Fragen einer christlichen Existenz in modernen Zeiten. Die Gedichte sind vielleicht noch eine Nuance knapper und prägnanter als in den vorangehenden Bänden, fast möchte man sagen 'kantiger'. Erstmals werden einige der lyrischen Texte in Interaktion mit Schwarz-Weiß-Fotografien der behandelten Orte gesetzt. Diese Text-Bild-Korrelationen erweitern und verengen den Auslegungsraum der Gedichte zugleich, was den ausgewählten Texten eine neue Bedeutungsdimension verleiht.

Hier finden Sie eine Leseprobe.

Zur Homepage von Andreas König geht es hier.